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Hey, könnte das interessant für Dich sein?

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Wer uns kennt weiß, wir sind die Ersten die Kommunikation formfrei, direkt und locker aus der Hüfte mögen. Doch diesen Blog widmen wir all den „fancy“ Marketern, die bei LinkedIn einen Profilbesuch und die Kontaktanfrage gleichzeitig hinbekommen und dann ganz, ganz sicher mein Unternehmen aufs nächste Level bringen können. Logisch, nach einer solch gründlichen Sichtung meines Profils hat man ja auch ganz viele Synergien entdeckt. Warum wir dankend dieses Level überspringen? Ja das hat sogar historische Gründe.

Hi, my name is Tom!

Kennt ihr Tom Anderson? Für die kommenden Marketer der Generation Z eine ziemlich miese Frage, aber trotzdem von historischer Bedeutung für Euer heutiges Berufsbild. Denn Tom Anderson war wahrscheinlich der erste Freund in sozialen Netzwerken, den Millionen von Menschen je hatte. Tom war der Gründer vom ersten Social Network Hype namens MySpace und ob Du wolltest oder nicht, nach der Registrierung bei Myspace war Tom Dein erster Freund und erklärte Dir die Welt von Myspace. Schon sympathisch, oder? Ungeschlagen und irgendwie romantisch, musste der MySpace-User von Welt, sein Profil mit einem HTML-Mitschmatsch-Code irgendwie mit blinkenden GIFs aufhübschen und hach… Aber genug Nostalgie, MySpace war einfach der ultimative Treffpunkt für Brands und die gesamte Kreativwirtschaft in der damaligen Zeit!

Was schlecht ist, bleibt manchmal einfach schlecht

Kommen wir zur Moral der Geschichte. Denn bei Myspace gab es halt auch schon damals eine „Freunde finden“-Funktion. Hier konnte man ziemlich einfach „Freunde hinzufügen“ und das sogar zielgerichtet nach Demografie, Geografie und Interessen filtern. Die Stunde des Bulk-Adds war gekommen! Denn mit wenigen Klicks rasierte man die Liste der Suchergebnisse runter und fügte hinzu, was nicht bei 3 auf dem Baum war. Man konnte sich auch bequem die Fans von Mitbewerbern anzeigen lassen und hinzufügen. Ganz in der heute noch hippen Hypothese, wir könnten auch gefallen. Kommt das dem einem oder anderen Instagram-Genie mit den hippen Hacks vielleicht bekannt vor? Egal. Ich war zu dieser Zeit noch in der Musikbranche aktiv und Myspace war gerade unter Musikern eine beliebte Plattform, obwohl diese wahrscheinlich heute nicht mal mehr wissen warum. Es gab Musik-Profile mit Playern, einen Event-Kalender für Gigs und eine Blog-Funktion, aber die Kaufbereitschaft? Pff… Obwohl es wirklich überhaupt keine Kunst war innerhalb weniger Wochen eine Community von 16.000 Usern aufzubauen, war MySpace hier der Vorreiter für quantitative aber nicht qualitative Reichweiten. Die wahrscheinlich erste Fehleinschätzung von Erfolg in sozialen Netzwerken, die es gab und heute noch vorherrscht- nämlich je mehr, desto besser! Resultat, ohne Kaufbereitschaft für etwas, wirst Du eher verkauft und das passierte auch Tom. Für 580 Millionen Dollar. Für mich der Exit des Jahrtausends! Denn egal ob Rupert Murdoch oder Justin Timberlake, alle neuen Inhaber schauten MySpace nur noch beim Sterben zu, ohne jemals ein werthaltiges Geschäftsmodell platziert zu bekommen.

Wie wäre es mit bezahlten Kontaktanfragen?

Das mehr eben nicht per se besser ist, ist somit kein neuartiges Problem. Es funktionierte schon damals bei B2C Netzwerken nicht, die vor allem auf Quantität setzten, und es wird in einem noch sensibleren B2B-Umfeld erst recht nicht funktionieren. Denn worum geht es eigentlich in einer Business-Community wie LinkedIn zentral? Verbindlichkeit, Vertrauen, Karriere? Mindestens! Denn nehme ich eine Anfrage an, drücke ich Dir nicht nur mein Netzwerk in die Hand. Ich investiere in erster Linie Zeit auf diese Anfrage. Entweder, weil mein Job mich zu einer gewissenhaften Prüfung verpflichtet oder weil ich meine Karriere weiterbringen möchte. Die gute Nachricht: LinkedIn ist in der Monetarisierung zum Glück einen Schritt weiter als MySpace damals war, und hat mittlerweile ein sehr potentes Anzeigensystem auf die Beine gestellt. Das Problem, dieses kann ja nur so gut sein, wie LinkedIn auch benutzt wird. Sinkt also die Qualität der Kontakte innerhalb des Netzwerks durch eben diese progressiven Herangehensweisen, hat dies logischerweise irgendwann Einfluss auf die Nutzung des Netzwerks und somit auf das Anzeigensystem.

Kein Witz. Aus diesem Grund wollte ich immer ein B2B-Netzwerk aufbauen, in dem man anstatt von Mitgliedsbeiträgen und Werbung, ein Gebot für die Kontaktanfrage abgeben muss. Der Empfänger entscheidet daraufhin, ob er dies als ausreichend empfindet, um sich mit der Anfrage auseinanderzusetzen. Der Großteil des Betrags ginge an den Empfänger der Anfrage und der Anbieter bekäme eine Beteiligung für die erfolgreiche Vermittlung. Ist dies ein Business Case? Keine Ahnung und ich habe es bisher auch nicht geprüft. Nur bin ich der absoluten Überzeugung, dass gute Kontakte einen Wert haben und nicht jede Community mittelfristig zur Bulk-Bude verkommen sollte.